Martina Rüdiger: Ich lächle jedem Spiegel zu

Dass ich plötzlich gut 85 Kilo gewogen habe, hatte ich anfangs gar nicht gemerkt. Ich steige nämlich äußerst selten auf die Waage. Es gibt ja Wichtigeres zu tun, als jedes Gramm Körpergewicht zu bejammern. Rückblickend betrachtet muss meine Gewichtszunahme ungefähr so seinen Lauf genommen haben: Ende 2005 ging mein Mann für einige Monate mit dem Fahrrad auf große Reise und ich blieb zu Hause zurück. Meine Einsamkeit habe ich unter anderem mit gutem Essen kompensiert, denn ich koche und esse sehr gern. Auch die ein oder andere Tüte Chips habe ich mir gegönnt. Ich finde es gemein, dass es Menschen gibt, die so was in sich reinstopfen können, ohne ein Gramm zuzunehmen! Mir hat ein Blick in die Supermarktregale schon zusätzliche Pfunde beschert. Möglicherweise habe ich aber auch nur unkontrolliert Zeug in mich hineingefuttert.

Enge Hosen und eindeutige Kommentare von Freunden

Nach einem Südostasienurlaub (dem Wiedersehen mit meinem Mann) und dem dortigen fettarmen Essen hatte ich kurzfristig das Gefühl, mal ein, zwei Kilo leichter zu sein. Aber im Sommer 2006 habe ich erstmals nicht mehr in Hosen hineingepasst, die jahrelang ordentlich Platz geboten hatten. Bis dahin hatte ich mich immer noch nicht gewogen, war mir aber bereits sicher, dass sich auf meine 1,78 Meter mindestens 84 Kilo verteilten. Der Besuch von langjährigen Freunden mit den entsprechenden Kommentaren hat mir dann schließlich den Rest gegeben: Ich fühlte mich einfach viel zu fett. Noch dazu bekam ich in der Sommerhitze plötzlich dicke Beine, kaum etwas aus meinem Kleiderschrank passte, und, und, und. Ich war richtig unglücklich.

Brigitte-Diät hatte ich schon öfter ausprobiert, auch immer mit ganz gutem Erfolg, aber nach vier bis sechs Wochen Kalorienzählen ging das Gewicht doch relativ schnell wieder in die Höhe. Crash-Diäten und Weight Watchers kamen für mich nicht in Frage. Ersteres ist mir zu ungesund, letzteres nicht so mein Fall. Ich mache meine Diät lieber mit mir selber aus und möchte sie nicht in einer Gruppe diskutieren.

Kein Kalorienzählen, sondern ein ausgewogener Plan

Mein Arbeitsalltag besteht daraus, den lieben langen Tag am Computer zu sitzen, dabei bin ich auch oft im Internet und bei dieser Gelegenheit habe ich, am 11. Juli 2006, gezielt nach einer Diät für mich gesucht. Ich habe auf diversen Seiten von Krankenkassen, Gesundheitssendungen etc. recherchiert und bin schließlich auf xx-well.com gestoßen, deren Konzept immer wieder gelobt wurde. Zwanzig Minuten später hatte ich mich angemeldet. Die Mischung aus Coaching, selbstbestimmter Teilnahme an der Community und Anonymität nach eigenem Wunsch hat mich sofort angesprochen. Auch der Preis für das Coaching ist sehr fair. Schon am gleichen Tag konnte ich das erste Rezept für den Abend ausprobieren und am folgenden Wochenende die erste Bewährungsprobe bestehen: eine zweitägige Familienfeier. Eine Woche später war ich das erste Pfund los. Übrigens hatte ich mich erst nach der Anmeldung tatsächlich mal gewogen. Meine ziemlich ungenaue Waage zeigte etwas mehr als 85 Kilo an. Na ja, je nachdem, wie ich das Gewicht verlagert habe. Ganz auf die Fersen gestellt, waren es genau 85 Kilo.

Ganz wichtig für mich: Mit xx-well.com bekam ich das Bewusstsein für die Menge der Nahrungsaufnahme zurück. Die größte Hilfe dabei war das Protokollieren sämtlicher Nahrungsmittel und Getränke und dabei der Überblick über die Nährwerte.

Auch wichtig: Nicht in Panik verfallen, wenn so etwas wie eine Familienfeier dazwischen kommt. Wenn ich an einem Tag etwas mehr esse, aber am Ende der Woche die Bilanz der letzten sieben Tage im Rahmen liegt, nehme ich trotzdem ab. Nicht verbissen jede Kalorie zählen, sondern sich selbst Zeit geben, das habe ich durch xx-well.com gelernt. Langsam das Gewicht verlieren, nichts übereilen, die „Figurkiller“ aufspüren, bewusst Essen, das ging mir allmählich in Fleisch und Blut über. Dabei wurde die Diät Bestandteil meines Lebens, ohne meinen Alltag zu dominieren.

Und ganz allmählich habe ich mich auch vom Diätplan gelöst und wieder meine "eigenen" Rezepte gekocht, auch für meinen Mann, aber doch so, dass ich immer noch dabei abnehmen konnte. Weniger Fett, weniger Fleisch, auch weniger auf dem Teller. Und ich habe nie gehungert.

Wunschgewicht erreicht, Diät-Partner fürs Leben gefunden

Im November 2006 hatte ich dann mein erstrebtes Wunschgewicht von 76 Kilo erreicht, ein kleines bisschen schneller als geplant. Und zwar egal, ob ich auf den Fersen oder auf den Fußspitzen auf der Waage stand. Mein Hüftumfang war von 119 auf 106 Zentimeter geschrumpft. Ich hatte fast 40 Päckchen Butter abgenommen! Erst da fiel mir auf, dass ich plötzlich wieder Schlüsselbeine hatte und Schultern, die nicht mehr in Speck verpackt waren. Im Laufe der nächsten zwei Monate ging das Gewicht noch einmal um 1 Kilo runter. Mit Hilfe von sanften Sportarten wie Walking und Pilates schrumpfte der Hüftumfang auf 103 Zentimeter und anstatt nach Größe 44/46 kann ich auch mal wieder nach Kleidung in Größe 40/42 greifen. Ein sagenhaftes Gefühl!

Ich notiere immer noch, was ich verzehre und werde das auch noch weiterhin tun. Einmal wöchentlich kontrolliere ich mein Gewicht. Wenn ich an einem Tag mal Lust auf einen Berliner habe, sehe ich zu, dass ich am nächsten Tag möglichst fettarm esse. Ich nehme viel Obst und Gemüse zu mir. Ich trinke ausreichend. Ich lächle jedem Spiegel zu.

Möglicherweise nehme ich in einem halben Jahr wieder 2 Kilo oder mehr zu, wer weiß. Gewicht abnehmen und dauerhaft halten ist nichts, was man so nebenher und ohne Mühe schafft. Das ist ein langer Weg, der einen fürs ganze Leben beschäftigt. Für diesen Fall werde ich mich gern wieder in die Obhut von xx-well.com begeben und mir individuell weiterhelfen lassen, falls es denn wirklich so weit kommen sollte. Ich muss den Weg nicht mehr allein gehen.


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